Abgabe-Neid und Abgabe-Freud

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Ihr habt ja schon gelesen: Ich werde dieses Semester doch nicht meine Diss einreichen, sondern erst im Sommersemester. Mich hat das ehrlich gesagt auch neidisch gemacht, als jetzt Freund*innen und Kolleg*innen ihre „Babies“ abgaben (also ihre Dissertationen). Andererseits habe ich mich auch bewusst dafür entschieden, dass ich mir mehr Zeit nehmen möchte, als jetzt etwas abzugeben, mit dem ich noch nicht ganz zufrieden bin.

Und ich freue mich gern mit. Heute begleite ich jemanden zum Gänseliesel. In Göttingen ist es Brauch, dass dieser Brunnen vor dem Rathaus erklommen und geküsst wird, wenn eine Promotion erfolgreich verteidigt ist.

Ach ja, Verteidigung ist auch ein gutes Stichwort: Denn in Göttingen darf mensch auch eine Disputatio ablegen als „Schluss“ der Promotion (die Veröffentlichung bzw. der Verlagsvertrag sind der wirkliche Abschluss); in München wird ein Rigorosum gefordert. D. h. ich verteidige nicht meine eigene Arbeit, sondern ich werde in meinem Fach der Kirchengeschichte zu anderen Epochen und Themen eine Stunde geprüft und in zwei anderen Fächern zu anderen Themen. Darunter wird bei mir das NT (Neues Testament) sein und ob ich ST (Systematische Theologie) oder PT (Praktische Theologie) nehme, ist noch nicht ganz raus.

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