Arbeits“los“ und gefühlt noch nie so viel gearbeitet

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Jetzt bin ich seit 6 Wochen offiziell arbeitslos bzw. erhalte Arbeitslosengeld I – G*tt sei Dank, aber irgendwie habe ich noch nie so viel gearbeitet. Erst alles für die Abgabe der Diss fertig gemacht und jetzt ein Mix aus Rigorosumsvorbereitung, Vorbereitung auf das Wintersemester und die Lehrveranstaltung „Evangelische Kirche und Frauenbewegungen“, die ich in Göttingen halten darf, und Fühler ausstrecken dahin, wohin es für mich gehen könnte.

Die Aussicht auf Semesterregelmäßigkeit tut gut. Jetzt habe ich auch einen „Stundenplan“ festgelegt, wie ich mich wieder in Griechisch, Bibelkunde und die anderen Themen fürs Rigorosum einarbeite. Rigorosum heißt in meinem Fall: 1 Stunde Kirchengeschichtsprüfung (mit drei Themen), eine halbe Stunde Neues Testament (zu Heilungsgeschichte aus dis/abilitykritischer Perspektive) und Religionspädagogik (Religiöse Bildungsbiografien ermöglichen/Kirchenmusik).

Diese Woche durfte ich einen online Vortrag bei „einfach:feministisch von der Arbeitsstelle Frauen* in der Landeskirche Hannovers)“ zu „Wie ist Jesus weiß geworden?“ von Sarah Vecera halten. Mein Einstieg war ein Screenshot meiner Google-Bildersuche. Dann bin ich Sarahs Buch abgeschritten. In der Kleingruppe/Breakoutsession sprachen wir u. a. darüber, was wir tun können. Ins Gespräch brachte Eske Wollrad (Autorin von „Weißsein im Widerspruch“ (2005), also viel mehr Expertin als ich) ein, dass der Austausch aller weißen Jesusbilder mindestens auf Zeit zwar viele Gegenreaktionen hervorrufen würde, es aber wahrscheinlich ohne genau solche Aktionen gar nicht geht, sich wirklich zu ändern.

Außerdem bereite ich gerade meine Beiträge für die Diversity Week an der Uni Kassel im November vor. Ich bin sehr darauf gespannt, weil ich besonders für den Kontext von Lehramtsstudierenden über Diversität und The*logie spreche. Sonst habe ich ja eher „Kirche“ als Fixpunkt. Das merke ich dabei sehr.

Und ganz „nebenbei“ ist Krieg an so vielen Orten, aber auch in Israel. Ich kriege es gar nicht in meinen Kopf und merke, wie viele andere Lebensbedrohungen und Gewaltausbrüche ich verdränge/nicht mitbekomme, aber Israel dann doch einfach ein besonderer Bezugspunkt ist.

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