Doch nochmal anders

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Innerlich hatte ich mit schweren Herzens und etwas melodramatisch schon vom Thema „Lehre“ verabschiedet. Jetzt ist alles doch noch einmal ganz anders gekommen.

Im März war ich im Vikariat, in der praktischen Ausbildungsphase, um Pastorin zu werden. Dafür war ich kurzzeitig auf Widerruf verbeamtet, habe elf Mitvikar*innen kennen und schätzen gelernt, habe drei Wochen – davon zwei mit Kind in Betreuung vor Ort – im Predigerseminar in Loccum verbracht.

Ich habe Abendmahlseinsetzungsworte gesprochen, den Segen geübt, Kreuz geschlagen. Meine (inhaltlichen) Highlights waren die Woche Singen und Sprechen (meine vorerst letzte Woche in Loccum), Kirchenmusikgeschichte mit dem Gesangbuch und, als die Leiterin vom landeskirchlichen Archiv uns Hinweise für eine historische Erkundung unserer Gemeinden gegeben hat.

Aber währenddessen ergab sich eine andere Perspektive: eine PostDoc-Stelle in Oldenburg. Gerade erst hatte sich mein Kopf begonnen umzustrukturieren. Erste Pläne für G*ttesdienste und Co waren schon geschmiedet. Aber jetzt doch das PostDoc-Projekt, unterrichten dürfen, weiter an der Uni sein.

Dienstag geht es so richtig los! Ich freue mich und bin sehr gespannt!

Vor allem bin ich aber auch dankbar dafür, mit wie viel Verständnis mir von allen kirchlichen Ebenen gegeben wurde bis hin zur Mitfreude. Überhaupt nicht selbstverständlich.

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