Eine gute Freundin hat mir in bester Absicht diese Worte mitgegeben, die zusammengefasst haben, was ich gedacht habe. In den vergangenen Tagen durfte ich „bei einer richtigen kirchengeschichtlichen Tagung“ (mir ist auch nur bedingt klar, was ich selbst damit meine und wie sehr ich damit andere Aktivitäten versehentlich abwerte) dabei sein und einen Vortrag halten. Meine Aufregung davor – inklusive gestiegenem Stress- und gesunkenem Schlafpensum – hat mich ein bisschen überrascht, aber ist Ausdruck dessen, wie es sich schon längerfristig anfühlte: Jetzt darf ich „mit den großen Kindern spielen“!
Und dieses „Spiel“ war ein äußerst inhaltlich ertragreiches wie auch atmosphärisch schön! Die Tagung war zum Thema „Sinnliche Theologie“ und wurde von PD Dr. Benedikt Brunner und Dr. Pierre Sfendules in Kiel organisiert. Es war mit Prof. Dr. Volker Leppin einer DER Granden da – und eine internationale Mischung aus Historiker*innen und Theolog*innen von der Dissertationsanfangsphase bis zum Ruhestand. Ob ein Tagungsbericht folgt, weiß ich gar nicht; dass aber ein Tagungsband geplant ist, das steht schon einmal fest. Dann also hoffentlich zu gegebener Zeit mehr. Aber so viel: Mein Vortrag hieß „Trost, Tränen, Trotz. Die Rolle von Emotionen in reformatorischen Flugschriften von Frauen“ und der Spoiler: Die Hauptrolle spielt wer/was anderes, soweit ich sehe!
Außerdem begann meine Woche mit dem Auftaktseminar des Mentoringprogramms des Konvents evangelischer Theologinnen* der Hannoverschen Landeskirche. In dem Rahmen habe ich eine Professorin als Mentorin, mit der ich über Arbeitsweisen und -leben ins Gespräch komme für die nächsten anderthalb Jahre. Das ist für mich eine Chance, das „mit den großen Kindern spielen“ vielleicht nochmal strategischer zu fördern, als es bisher bei mir der Fall war bzw. gezielter Bereiche anzusteuern, in denen ich bisher noch nicht unterwegs war.

PS: Und am 22. September habe ich das formal überarbeitete Dissertationsmanuskript an die Reihenherausgeber geschickt!
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