First time(s)

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Im Grunde bin ich gerade sehr froh, dass ich Aufgaben, die ich schon von vorher kenne, also vor allem Lehre und Forschen, weitermachen darf und daher sozusagen Synergieeffekte nutze, weil ich ähnliche ToDos abarbeite wie in der Münchener Zeit. Dank netter Kolleg*innen fühlte ich mich in Oldenburg schon sehr schnell angekommen. Jetzt sind es schon fast zwei Monate, die ich hier arbeite.

Aber bei allem, bei dem ich auf Vorwissen und Erfahrung zurückgreifen kann, ist hier natürlich doch einiges anders: Zum einen ist der Bezug zum Religionsunterricht in der Lehre sehr viel wichtiger. Vorher war es eher ein „das muss mensch doch wissen“ und jetzt geht es eher um die Vermittlung und Nutzung im religionspädagogischen Kontext. Meine Seminare leiden gerade wahrscheinlich auch etwas darunter, dass ich das nur bedingt antizipiert habe, als ich die Seminarpläne ad hoc erstellt habe. Und zum anderen ist auch das Forschen anders: Eine neue Epoche, ein neues Feld muss erschlossen werden. Ich möchte eigentlich schon demnächst ins Archiv, habe aber Bammel davor, wie es mit frühneuzeitlichen Handschriften so klappen möge.

Und dann habe ich auch wirklich neue Aufgaben: Ich darf BA-Arbeiten begleiten. Durch verschiedene Umstände sind darunter auch ein paar systematisch-theologische. Sechs Personen möchten zeitnah anmelden und schreiben. Dafür treffen wir uns viel zu Sprechstunden. Manche Themen sind schon formuliert, manches dreht noch frei. Ich bin gespannt, wie das weitergeht und besonders, wie dann die Arbeiten sind. Und dann gibt es ja auch Zweitprüfer*innen – haben wir ähnliche Vorstellungen und Ansprüche? Habe ich die Studierenden überhaupt hilfreich beraten bis zu diesem Punkt?

Gleich findet noch eine Premiere statt: Ich darf eine Vorlesung vertretungsweise übernehmen und habe dafür das erste Mal ein Manuskript vorbereitet – zu Argula von Grumbach. Ist mir also keine ganz Unbekannte und ich hoffe sehr, dass das Manuskript lang genug ist. (Ich habe zwischendurch Murmelrunden eingeplant, die ich je nach dem dehnen oder kürzen kann.) Und auch wenn es viel Zeit gekostet hat, das hat – ganz ehrlich gesagt – viel Spaß gebracht! Also mindestens die Vorbereitung… jetzt bin ich gespannt auf die Durchführung. Ich bin sehr dankbar für die Chance, das einmal probieren zu dürfen!

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